Resolver sicher konfigurieren¶

Profile und Einstellungen¶
Balanced, Privacy, Resilience und Performance laden ausschließlich einen Entwurf. QNAME-Minimierung, Prefetch, Serve Expired, Cache-TTLs und Threads werden erklärt und vor der Aktivierung als Änderungsvorschau dargestellt.
IPv4 und IPv6¶
IPv4 ist der kompatible Standard. Dual Stack und IPv6-only werden erst freigegeben, wenn der laufende Unbound-Container einen autoritativen Root-Server über IPv6 erreicht. Core wiederholt diese Prüfung bei der Aktivierung. Client-Zugriffsregeln bleiben bewusst in AdGuard Home, da Netzwerkgeräte nicht direkt mit Unbound sprechen.
Lokale Zonen¶
Der geführte Assistent erzeugt A-, AAAA- und CNAME-Einträge ohne manuelle Unbound-Syntax. Für eindeutige A-/AAAA-Adressen kann er passende PTR-Einträge ableiten. Er erkennt parallele Änderungen und verwendet dieselbe Checkconf-, Versions- und Rollback-Kette.
Anwendungsbeispiel
Eine vollständige, durchgerechnete Zone (home.lan mit A-, AAAA- und abgeleiteten PTR-Einträgen) findest du unter Lokale DNS-Zonen.
Geräte aus der FRITZ!Box importieren¶
Findet Hosts über die FRITZ!Box (TR-064) oder begrenzte Reverse-DNS-Abfragen in ausgewählten privaten IPv4- oder Unicast-IPv6-Netzen (max. 256 Adressen je Präfix und insgesamt). Zugangsdaten für die FRITZ!Box sind nur nötig, wenn TR-064-Anfragen eine Anmeldung verlangen, werden ausschließlich für diese eine Abfrage verwendet und nie gespeichert. Gefundene Geräte werden vor der Übernahme einzeln ausgewählt und umbenennbar - nichts wird automatisch importiert. Übernommene Hosts durchlaufen dieselbe Vorschau-, Checkconf- und Aktivierungskette wie die geführten lokalen Zonen.
Anwendungsbeispiel
Schritt-für-Schritt-Anleitung unter Geräte aus der FRITZ!Box importieren, inklusive der router-unabhängigen Reverse-DNS-Alternative.
Private Domains und Reverse DNS¶
Private Domains werden als geprüfte Liste verwaltet. Für 10/8, 172.16/12 und 192.168/16 wählst du getrennt zwischen sicherem NXDOMAIN und transparenter öffentlicher Weiterauflösung. NXDOMAIN ist die Voreinstellung; RootGuard warnt sichtbar, bevor ein privater Rückwärts-Lookup nach außen gelangen kann.
Anwendungsbeispiel
Ein durchgerechnetes Beispiel findest du unter Private Domains und Reverse DNS.
Conditional Forwarding¶
Mehrere interne Zonen lassen sich an geordnete IPv4- und IPv6-DNS-Server weiterleiten. RootGuard normalisiert Zonennamen und Adressen, blockiert Schleifen und gibt die Aktivierung erst frei, wenn jedes Ziel die konfigurierte Zone mit NOERROR und einem SOA-Eintrag bestätigt. Rekursiver Fallback, unsignierte private Zonen und private RFC1918-Antworten besitzen getrennte, klar erklärte Opt-ins; DNSSEC und Rebinding-Schutz bleiben sonst aktiv.
Anwendungsbeispiel
Ein durchgerechnetes Weiterleitungsbeispiel findest du unter Conditional Forwarding.
Expertenmodus und Live-Konfiguration¶
Der Editor besitzt nur 90-rootguard-custom.conf und blockiert gefährliche Includes, Listener, Remote Control sowie DNSSEC-Umgehungen. Die Live-Ansicht liest die tatsächlich aktiven Dateien read-only aus dem Container.
Konfiguration exportieren und übertragen¶
Die vollständige Resolver-Konfiguration (geführte Einstellungen und die Expertenkonfiguration zusammen) lässt sich als eine Datei herunterladen und auf einer anderen RootGuard-Instanz wieder hochladen - für Backups oder eine Migration. Der Import durchläuft dieselbe Vorschau- und Checkconf-Prüfung wie jede andere Aktivierung.
Bestehende unbound.conf übernehmen¶
Eine vorhandene, handgeschriebene unbound.conf lässt sich einfügen oder hochladen. RootGuard klassifiziert jede Direktive gegen das eigene Ownership-Modell (geführt, feste Basis, Experte oder blockiert) und bietet nicht abgebildete Direktiven wie forward-zone oder local-zone vollständig für den Expertenmodus an, statt sie stillschweigend zu verwerfen - dasselbe Ergebnis wie ein manuelles Einfügen in den Expertenmodus.